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Am 26. Mai 2018 fand die ordentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Haustierforschung in Wissen statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Zukunft der GFH und der Trumler-Station sowie Vorstandswahlen.

Die Gesellschaft für Haustierforschung hat nach wie vor große finanzielle Probleme. Rücklagen bestehen keine. In den letzten Jahren ist zudem die Mitgliederzahl rückläufig. Derzeit hat die GfH nur noch 180 Mitglieder. Durch den Wegfall zahlender Mitglieder verschlechtert sich die Einnahmesituation weiter.

Obwohl die Station häufig für Beratungen oder im Zuge von Medienanfragen in Anspruch genommen wird, wie bei einem Interview von Dirk Roos für SWR1 am 30. Mai 2018 zum Thema Wolf und obwohl Nachfragen zur Besichtigung der Station, zu Führungen und zu Vorträgen ungebrochen sind, schlägt sich dies nicht in eine Stabilisierung der Mitgliederzahl oder gar in Gewinnung neuer Mitglieder nieder. Wissenschaftlicher Leiter Dirk Roos berichtete der Versammlung auch davon, dass in den letzten Monaten mehrfach Fernsehteams auf der Station gewesen seien, wobei sich derzeit Anfragen zum Thema Wolf häuften. Dies zeigt, dass es druchaus eine respektable Medienpräsenz der Trumler-Station gibt, dass sich diese Präsenz aber nicht in einer organisatorsichen Stärkung der GfH niederschlägt.

Auch die Erste Vorsitzende Erika Trumler berichtete von ungebrochener Nachfrage. So habe die Trumler-Station eine große Anzahl von Stundeten vornehmlich im Fach Biologie mit dem Schwerpunkt Verhaltensforschung in den letzten drei Jahren betreut. Im Zuge dieser Betreuung seien durch Beobachtungen auf der Station eine Reihe von Fach- und Studienarbeiten entstanden. Daneben sei die Trumler-Station immer auch sozial tätig gewesen und ermögliche jungen Menschen dort Sozialstunden zu absolvieren. Dies alles zeige, dass die Trumler-Station und die GfH gebraucht werden.

Die Mitgliederversammlung diskutierte die Perspektive der Arbeit der Station für die kommenden zehn Jahre und arbeitete dabei vier Kernthemen heraus, die die Fortschreibung der Arbeit der GfH erschwerten. Diese sind neben dem Mitgliederschwund im Trägerverein, die personelle Besetzung auf der Trumler-Station und im Vorstand der GfH vor dem Hintergrund einer Alterung der handelnden Akteure, der bauliche Zustand des Hauses auf der Trumler-Station und der Wertverzehr der gesamten Station und deren technischen Anlagen sowie die Verantwortung und Fürsorge für den Tierbestand auf der Station bei personellem Ausfall infolge von Krankheit oder Unfall. Die Mitgliederversammlung beauftragt den neuen Vorstand, sich mit diesen Fragen zu befassen und nach Lösungsansätzen zu suchen. Vor allem neue Mitglieder sollen wieder für die GfH gewonnen werden, aber auch freiwillige Helfer und Unterstützer sollen in die Arbeit einbezogen werden.

Einstimmig bestätige die Mitgliederversammlung Erika Trumler in ihrem Amt als Erste Vorsitzende und Michael Neubert als Geschäftsführer. Zum Zweiten Vorsitzenden wurde Ulrich Schulze und zu Beisitzern Dirk Roos, Monika Addy sowie Karo und Waldemar Bondza gewählt.