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Foto Eibl-Eibesfeldt

Der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt ist tot. Er gehörte zum Kuratorium der Gesellschaft für Haustierforschung und zum Förderer der Trumler-Station der ersten Stunde. Die Gesellschaft für Haustierforschung trauert um einen engagierten Biologen und spricht den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Irenäus Eibl-Eibesfeldt verstarb am 2. Juni 2018 in Starnberg. Mit ihm verliert die Wissenschaft einen profilierten Verhaltensbiologen und Forscher. Irenäus Eibl-Eibesfeldt gehörte gemeinsam mit Konrad Lorenz, Otto Koenig, Anton Grauvogl, Erik Zimen und Klaus Zeeb zum Kuratorium der Gesellschaft für Haustierforschung. Seite wissenschaftliche Tätigkeit drehte sich um die Verhaltensbiologie. Dabei standen Fragen der Kommunikation im Fokus seines Interesses.

Er forschte mehr als zwanzig Jahre auf dem Gebiet der Tier-Ethologie und Marinebiologie. Eibl-Eibesfeldt beschäftigte sich mit verschiedenartigen Phänomenen wie die Turnierkämpfe der Galápagos-Meerechsen, entdeckte die Putzsymbiosen der Korallenfische, studierte die Zeremonien der Balz und Brutablösung der Fregattvögel sowie und flugunfähiger Kormorane. Dies alles unter einem gemeinsamen theoretischen Ansatz. Weitere Schwerpunkte waren Fragen der Verhaltensentwicklung und Ontogenese.

Seine Experimente trugen entscheidend zur Klärung des Streits bei, in wie fern das Verhalten von Säugetieren angeboren oder erlernt ist. Diese Frage ist ein ständiges Thema der Gesellschaft für Haustierforschung und wird vielfältig bei den Wolfswinkeler Hundetagen und den Wochenendseminaren auf der Station beleuchtet. Seine tierethologische Forschung schloss Eibl-Eibesfeldt mit dem "Grundriss der vergleichenden Verhaltensforschung" ab.

In den 1960er Jahren wandte sich Eibl-Eibesfeldt  der Erforschung des menschlichen Verhaltens zu. Dabei ging es um die Frage, inwieweit sich Hypothesen zur Phylogenese von Verhaltensweisen auch auf das menschliche Verhalten übertragen ließen.