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weitere Haus- und Wildtiere

Der Uhu - Notizen zum König der Nacht
Sosehr wir uns über den Uhu und die anderen freuen, dürfen wir nicht vergessen, dass die Rückkehr der großen und charismatischen Arten keinen Grund zur Entwarnung für unsere Umwelt gibt. Diese Tiere standen schon immer im Interesse der Öffentlichkeit; ihre Rückkehr ist daher spektakulär und wird wahrgenommen, die Umweltzerstörung geht aber ungebremst weiter. Der Uhu ist mit einer Spannweite von 180 Zentimetern und einem Maximalgewicht von bis zu mehr als 3 Kilogramm die größte Eule. Außer dem Menschen hat der Uhu praktisch keine Feinde.
Iltis und Frettchen - Notizen zu einem Wildtier und seiner domestizierten Form
Unser heimischer Iltis wird in der älteren Literatur auch oft als „Ratz“ oder „Stänker“ bezeichnet und kommt in Deutschland flächendeckend vor, macht sich aber rar. Als Kulturfolger meidet der Waldiltis keineswegs menschliche Siedlungen, sondern man findet ihn bis in die Nähe von Gehöften, in deren Scheunen und Ställen er nach den dort oft reichlich vorhandenen Ratten und Mäusen jagt, aber auch Geflügel nicht verschmäht. Von Iltis gibt es eine domestizierte Form - das Frettchen. Das Frettchen unterscheidet sich in der Fellfarbe von der Wildform - obwohl es auch wildfarbene Exemplare gibt, sind diese meist heller als die wilden Verwandten.
Die Wilfdkatze - Notizen zu einer erfolgreichen Rückkehr
Noch um 1850 war die Wildkatze fast flächendeckend in Deutschland verbreitet, nach Einstellung der schlimmsten Verfolgungen nehmen ihre Bestände bis heute wieder zu. Sie hat in Deutschland zwei Schwerpunkte der Verbreitung, ein östliches und ein westliches, vor allem in Rheinland-Pfalz. Wir finden sie, linksrheinisch im Hunsrück, der Eifel und im Pfälzer Wald; rechtsrheinisch im Taunus, Westerwald und Odenwald. Weiterhin im Harz, im Schwarzwald und im Bayerischen und Thüringer Wald. Der Westerwald spielt als Verbindungsregion der beiden Verbreitungsschwerpunkte eine wichtige Rolle. Wildkatzen bevorzugen Landschaftsteile, die nicht zu übermäßig kalte Winter mit hohen Schneelagen aufweisen.
Der Kolkrabe - ein Mythos ist zurück
Schon seit mehreren zehntausend Jahren beobachten Menschen den charismatischen Kolkraben und sind von seinen komplexen Verhaltensweisen fasziniert. Er ging in die Mythenwelt der arktischen Jägervölker und die des nördlichen Amerikas ebenso wie in die Sagen der alten Europäer ein. Und bei der Intelligenz dieses Vogels ist es nicht erstaunlich, dass er umgekehrt auch den Menschen beobachtet und sein Verhalten darauf einstellt.
Der Wisent. Zurück in Deutschlands Wildbahn.
Wisente lebten bis ins 17. Jahrhundert gemeinsam mit einem anderen Wildrind, dem Auerochsen, in Europa. Während aber der Auerochse oder Ur (Bos primigenius) nur noch in seiner domestizierten Form als Stammvater der eigentlichen Hausrinder oder seit spätestens den 1920er Jahren in seiner phänotypischen Rekonstruktion als eine neue Rinderrasse („Heckrind“) weiterlebt, blieb der Wisent als Art erhalten. An diesem Wildrind wurden vermutlich nie ernsthaft Domestikationsversuche unternommen. Das Wisent war fast ausgestorben und wurde nicht in letzter Minute, sondern in allerletzter Sekunde vor dem Artentod gerettet.
Der Luchs. Zurück – auch in Rheinland-Pfalz.
Nach Jahrhunderten der Verfolgung und langer Abwesenheit stellt sich die Frage, ob der Luchs erfolgreich seine alte Heimat wieder besiedeln kann. Pinselohr, Backenbart und Stummelschwanz mit schwarzer Spitze machen den Luchs unverwechselbar. Seine Hinterläufe sind länger als die Vorderbeine; große Pranken verhindern im Winter ein Einsinken im Schnee. Der Luchs unterscheidet sich in seinem Verhalten, ehemalige Lebensräume nach längerer Abwesenheit zu besiedeln, deutlich vom Wolf und es wird sehr lange dauern, bis der Luchs bei uns  - wenn überhaupt - wieder verbreitet heimisch wird.
Das Madagassische Buckelrind
Nachdem wir uns bereits mit dem Auerochsen, der Stammform der Hausrinder und einer neuen Zuchtform, das den ausgestorbenen Ur modellhaft verkörpernde Heckrind befasst haben, soll nunmehr eine der bekanntesten tropischen Rinderrassen, das Buckelrind (Zebu), etwas ausführlicher vorgestellt werden - und zwar hier exemplarisch Zebus aus Madagaskar, die keine durchgezüchtete Rinderrasse darstellen, sondern einen „alten Landschlag“ repräsentieren.
Notizen zum Wildschwein

Die im Habitus urtümlichen Wildschweine gehören in Deutschland keineswegs zu den bedrohten Tierarten, ihre Bestände haben sich nicht nur trotz intensiver Bejagung erholt, ihre Bestände nehmen aufgrund des landwirtschaftlichen Strukturwandels und der Klimaänderung stetig zu. Das Wildschwein spaltet diejenigen, die direkt mit ihm zu tun haben: Einerseits große Schädlinge für landwirtschaftliche Nutzflächen, Gärten und Plantagen, andererseits gehätschelte und gefütterte Lieblinge des Jägers. Viele der wissenschaftlichen Erkenntnisse des Wildschweines sind erst in den letzten Jahrzehnten gewonnen worden. Das Hausschwein als domestizierte Form hat zudem eine enorme wirtschaftliche Bedeutung in der Agrarindustrie.

Notizen zu weniger bekannten und ursprünglichen Rindern

Von Dr. Frank G. Wörner. Im Mittelpunkt steht die Domestikationsgeschichte einer Tierart, die weltweit als Nutztier gehalten wird. In dem Essay geht es um ursprüngliche Rinder und die Domestikation des Auerochsen zum heutigen Hausrind. Darüber hinaus werden seltene und ursprüngliche Rinderrassen auf Madagaskar und in Südostasien vorgestellt.

 
 
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