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Das Gehege der türkisch-iranischen Straßenhunde war zu seinen besten Zeiten sehr voll und hatte viele Bewohner, die sehr friedlich miteinander auskamen. Mittlerweile gibt es die Gruppe aber nicht mehr.

Alle Hunde sind sehr alt geworden. Die letzte Hündin, die in dem Gehege lebte, wurde 20 Jahre alt und musste im Juli 2018 eingeschläfert werden.

Die Tiere wurden auf der Station gehalten als Beispiel für selbständige Hunde, deren Domestikation viel fortgeschrittener war als bei den Dingos. Es war immer wieder interessant, die Gruppe zu beobachten, die sich in Bezug auf Kooperationsfähigkeit und Individualabstandsbedürfnis deutlich von den Dingos unterschied. Während die Dingos unzählige gelungene und versuchte Ausbrüche auf dem Kerbholz haben, hatten sich die türkisch-iranischen Straßenhunde Kapriolen dieser Art so gut wie nie zuschulden kommen lassen.

Diese Art von Hunden wird häufig im türkisch-iranischen Raum angetroffen. Der Hund gilt im Koran als unreines Tier und lebt deswegen außerhalb der menschlichen Gesellschaft. Dies macht durchaus Sinn, sind doch dort die Hunde Überträger ernsthafter Krankheiten. Die Hunde in unserem Gehege auf der Station hatten natürlich keine Krankheitserreger und Parasiten. Interessant ist, dass vor dem Sieg des Islam, normale Hundehaltung wohl noch üblich war. Daraus kann man schließen, dass es Schläge bzw. Rassen gegeben haben muss, die man in ähnlicher Form heute zum Beispiel in der Türkei antrifft.

Die Bildergalerie haben wir in Memoriam der Hunde, die gegenüber Besuchern stets vorsichtig, aber freundlich waren, und zur Erinnerung an diese prächtigen Tiere erhalten.

Bildergalerie

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