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Referenten 2018

Die 26. Wolfswinkeler Hundetage, die vom 7. bis 9. September 2018 stattfanden, hatten exotisches zum Thema. Kern der Veranstaltung war zu thematisieren, dass Hunderassen Einzug in Familien halten, die eigentlich nicht prädestiniert sind, gute und geduldige Familienhunde zu sein. Vor allem die Beliebtheit nach „ursprünglichen“ Tieren scheint zu wachsen. So finden Hunderassen Einzug in die Haushalte, die eigentlich nicht prädestiniert sind, gute und geduldige Familienhunde zu sein.

Mit Referaten am Freitagabend und während des Samstags gab es für die Besucher wieder eine Fülle von Informationen. Referenten waren in diesem Jahr Dr. Marie Nitzschner, Jos de Bruin, Stefan Kirchhoff, Petra Krivy und Dirk Roos. Björn Stelter von den Hatzfeldt-Wildenburg´sche Verwaltung bestellte ein Grußwort und Dr. Frank Wörner moderierte die Veranstaltung.

Es sind eben nicht alle Hunde gleich. Nicht alles Verhalten ist das Ergebnis von Erlerntem. Die genetischen Voraussetzungen werden viel zu wenig beachtet. Das schöne Aussehen eines Tieres, die Ästhetik einer Rasse wird zu oft in den Vordergrund zur Anschaffung eines Hundes gestellt, nicht seine ursprüngliche Zweckbestimmung. Werden die genetischen Bedingungen ignoriert, sind Schwierigkeiten und Problemen vorprogrammiert.

Besonders im Fokus der Veranstaltungen standen Prozesse der Domestikation im Unterschied zwischen Haushund und Wolf, Wolfshybriden aber auch besondere Hunderassen wie Herdenschutzhunde und die als Kampfhunde geführten Listenhunde.

Referenten waren

Dr. Marie Nitzschner

Thema: Domestikationsbedingte Veränderung in der Neuro-und Verhaltensbiologie

Marie NitzschnerMarie Nitzschner ist promovierte Verhaltensbiologin und hat in den vergangenen zehn Jahren am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie gearbeitet. Dort hat sie über die kognitiven Fähigkeiten von Hunden geforscht mit dem besonderen Schwerpunkt auf die Hund-Mensch-Kommunikation und die Hund-Mensch-Kooperation. Sie hat an zahlreichen Studien mitgewirkt und viele Experimente selbst entwickelt und veröffentlicht. Marie Nitzschner ist Fachautorin und freiberufliche Dozentin. Derzeit arbeitet sie an einem Buch zum Thema "Persönlichkeitsforschung bei Hunden". 

Link mit weiteren Infos zur Referentin: www.marienitzschner.de/ueber-michmarienitzschner.de/ueber-mich


Jos de Bruin

Thema: Praxisbericht zur Haltung von Wolfshybriden

jos de bruinEiner, der sich mit dem Mythos vom bösen Wolf aufräumen will, ist Jos de Bruin. Er betreibt in Sonsbeck eine Auffangstation für Wölfe, Wolfhunde und andere wilde Tiere. Wegen seiner Tierhilfe ist seine erste Ehe in die Brüche gegangen und er nahm es in Kauf für ein halbes Jahr auf der Straße zu leben. Jos der Bruin sagt: " Auch wenn ich in der Eberhard Trumler-Station viel über die Sprache der Wölfe gelernt hatte, so lernte ich durch das direkte Zusammenleben mit diesem Hybriden und den Wolfhunden die Feinheiten der Wolfssprache kennen."

Link mit weiteren Infos zum Referenten: www.wolf-auffang.de/uebermich.htm


Petra Krivy

Thema: Der Herdenschutzhund als Alltags- und Familienbegleiter

petra krivyPetra Krivy ist Mitglied der GfH und eine gefragte Autorin und Hundeexpertin. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich intensiv mit Herdenschutzhunden, zu denen sie auch ein Buch geschrieben hat. Bereits 1989 begann sie mit der Zucht von Slovensky Cuvac und ist im VDH als Spezialzuchtrichterin tätig. Seit 1999 betreibt sie eine Hundeschule (Tatzen-Treff) im Kreis Olpe. Sie ist zudem seit vielen Jahren behördlich anerkannte Sachverständige für Belangen rund um den Hund. Zudem bekannt ist sie durch zahlreiche Publikationen von Fachartikeln und Büchern.

 Link mit weiteren Infos zur Referentin: www.tatzen-treff.de


Stefan Kirchhoff

Thema: 18 Jahre Kampfhundeverordnung - Ein Resümee

stefan kirchhoffStefan Kirchhoff beschäftigt sich seit Jahren mit südeuropäischen Straßenhunden und war stellvertretender Leiter beim Tuscany Dog Project (Pizzahunde) neben Günther Bloch.Vor 18 Jahren entstanden bundesweit Kampfhundeverordnungen zum Schutze der Gesellschaft. Ziemlich genau zu diesem Zeitpunkt fing Stefan Kirchhoff an hauptberuflich im Tierschutz zu arbeiten. Mit einigen persönlichen Erlebnissen schildert er, wie es dazu kommen konnte, welche Rolle die Politiker, die Tierschützer, die Presse und die Hundebesitzer zu diesem Zeitpunkt spielten. Etliche Diskussionen und wissenschaftliche Beiträge wurden geführt und geschaffen. Und dann wurde es still. Wie ist der Stand der Dinge heute, fast zwei Jahrzehnte später? Welchen Stand haben die Listenhunde in unserer Gesellschaft? Wie ist die Situation in den Tierschutzvereinen? Wie sinnvoll waren und sind die Verordnungen, zu was haben sie letztlich geführt?

Link mit weiteren Infos zum Referenten: www.hundeschule-kirchhoff.de


Dirk Roos

Thema: Impulsreferat zum Titel und den Hintergründen für dieses Thema

dirk roos 2Dirk Roos studierte Biologie an der Uni Mainz und war langjähriges Mitglied der Arbeitsgruppen Säugetierforschung und Haustierforschung von Professor Helmut Hemmer. Seit 1996 ist er ehrenamtlich wissenschaftlicher Leiter der Gesellschaft für Haustierforschung auf der Trumler-Station. Seine Schwerpunktthemen liegen im Bereich der Entwicklung vom Wild- zum Haustier (Domestikation), der Evolution und der Ökologie von Lebensräumen. Zu diesen Themen ist er als Referent in Deutschland und der Schweiz unterwegs und hält Seminare und Vorträge. Neben dem Hund beschäftig sich Dirk Roos auch mit anderen Haustierarten und ihren Verhaltensänderungen in Folge von Auswahl und Zucht gegenüber der jeweiligen Wildform.

Weitere Infos: Dirk Roos zur Besonderheit der Trumler-Station

Dr. Frank Wörner

Moderation