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Prof. Frederike Range

Kooperationsbereitschaft von Wölfen und Haushunden

Ergebnisse der Arbeit am WSC mit Wölfen und Hunden, die gleich aufgezogen wurden und eng mit Menschen und Artgenossen sozialisiert wurden. Es soll gezeigt werden, wie die Tiere miteinander, aber auch mit dem Menschen interagieren und Probleme lösen und worauf sie dabei achten. Mit Hilfe von wissenschaftlichen Ergebnissen und Videos sollen die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zwischen Wolf und Hund erläutert werden. Dabei wird gezeigt, warum der Hund das bessere Haustier ist.

Dr. Marie Nitzschner

Wie intelligent sind Hunde?

Was ist Intelligenz? Kann man das überhaupt bei Tieren messen und kann man das vergleichen? Gibt es "schlaue" und "dumme" Rassen? Dabei soll die Problematik bei der Messung von Intelligenz im Humanbereich und die Übertragung der Methodik auf Tiere ebenso angesprochen werden wie die Definition von Begriffen wie Intelligenz, Kognitivität und Kreativität. Wie selbständig können Hunde Problemaufgaben lösen und wann brauchen sie menschliche Hilfe? Verstehen Hunde kausale Zusammenhänge, oder können sie gar rechnen? Wie kann man kognitive Fähigkeiten bei Hunden gezielt fördern?

Robert Mehl

Neurophysiologische Grundlagen von Intelligenz und Lernen

Vorstellung verschiedener Gedächtnisspeicher im Hirn von Mensch und Hund. Jeder Speichertyp funktioniert anders, weil unterschiedliche Strukturen im Gehirn an der Speicherung von Informationen beteiligt sind. Hunde lernen unterschiedlich schnell. Welche Erkenntnisse aus der humanen Intelligenzforschung lassen sich auf Hunde übertragbar? Wie müssten moderne Intelligenztests für Hunde aussehen, um nach den Standards der Humanpsychologie als aussagekräftig zu gelten.

Stefan Kirchhoff

Kooperation bei Haushunden in freier Wildbahn am Beispiel des Toscany Dog Projects

Das Toscany Dog Project wurde bekannt unter dem Stichwort 'Pizzahunde'. Bei dem Projekt ging es darum zu dokumentieren, wie freilebenden Hunde in einem Waldgebiet sich ohne menschliche Anleitung sozial organisiert hatten und mit dem Alltag zurechtgekommen waren. Neben erstaunlichen Belegen von Arbeitsteilung und Zusammenarbeit im Rudel zeigte das Projekt aber auch Defizite der Haushunde in freier Wildbahn auf, wie die Schwierigkeit erfolgreich Welpen groß zu ziehen, oder sich durch Jagderfolg autonom zu ernähren.

Dr. Anja Gold

Intelligenz und Kooperationsfähigkeit aus tiermedizinischer Sicht

Betrachtet werden sollen die körperlichen Voraussetzungen in Bezug auf Lern- und Kooperationsfähigkeit. Insbesondere neurophysiologische Aspekte des Hundes, sowie seine Persönlichkeit stehen im Vordergrund. Ein kurzer Blick soll auch auf vererbtem, angeborenen und erworbenem Anteil von Verhalten beim Hund geworfen werden. Auch auf die Frage krankhafter Störungen soll eingegangen werden, beispielsweise, ob humane Erkrankungen wie Autismus und ADHS bei Tieren und Haushunden möglich und nachgewiesen sind?